CAV Sichere WEide Zaun-Check Rädlein

11 Tipps: Zaun-Check für eine sichere Koppel

So machen Sie den Weidezaun ein- und ausbruchssicher

Wir zeigen, wie der Weidezaun sicher wird und Sie Ihr Pferd vor Ausbrüchen oder ungewollten Besuchern schützen.

Check 1: Pfosten

Zaunpfähle sollten zu einem Drittel im Boden stecken. Wackelnde Pfosten können Sie tiefer in den Boden schlagen. Morsche und brüchige Pfosten tauschen Sie aus.

Das Material der Pfosten sollte langlebig und bissfest sein. Pfähle aus Eichenholz sind besonders haltbar. Weil das Holz von Kiefern, Lärchen und Fichten eher weich ist, eignet es sich nur als Zaunmaterial, wenn es vorher behandelt wurde (zum Beispiel druckimprägniert).

Pfosten aus Kunststoff müssen UV-beständig sein und hohe Minus- und Plusgrade vertragen, damit sie nicht brüchig werden.

Check 2: Zaunhöhe

Der Zaun sollte mindestens 0,8-mal höher sein als die Widerristhöhe des größten Pferds. Wenn Sie noch 20 Zentimeter hinzufügen, sind Sie auf der sicheren Seite.

Achtung: Steht der Zaun am Hang, muss er entsprechend höher ausfallen.

Check 3: Weidezaun-Stromgerät

Pferde spüren einen Stromschlag erst ab 2500 Volt deutlich. Deshalb sollte ein Elektrozaun mit einer Spannung von mindestens 2500 Volt versorgt werden – besser sind 3000 bis 4000 Volt.

Weidezaun-Stromgeräte werden über einen Netzanschluss oder einen Akku betrieben. Überprüfen Sie, ob der Metallstab für die Erdung tief im Boden steckt. Checken Sie auch die Anschlusskabel: Kabel mit kaputter Isolierung müssen ersetzt werden.

Bei Batterie-Geräten müssen sie korrekt an den Minus- und Plus-Polen liegen. Stimmt alles, hört man ein Klacken.

Check 4: Querlatten und Litzen

Auf einer Koppel grasen meistens Pferde unterschiedlicher Größe. Damit keines der kleineren Tiere durch den Zaun schlüpfen kann, müssen Querlatten oder Litzen auf mindestens drei verschiedenen Höhen angebracht werden.

Empfohlen wird, die erste Querlatte oder Litze etwa 40 bis 70 Zentimeter über dem Boden zu setzen, die zweite und dritte im gleichen Abstand darüber.

Tipp: Befestigen Sie die unterste Abgrenzung so niedrig wie möglich. Die untere Begrenzung schützt auch vor Hunden, die zu den Pferden auf die Koppel laufen möchten. Sind zwischen den Pfosten Litzen gespannt, sollten diese aus möglichst breitem Elektroband bestehen (etwa vier Zentimeter). So können die Pferde es besser sehen. Die Litzen dürfen keine Bruchstellen haben – überprüfen Sie vor allem den Bereich um die Isolatoren. Aufpassen: Die Litze muss im Isolator liegen, nicht dahinter auf dem Metall.

Einen Holz- oder Kunststoffzaun können Sie zusätzlich mit Elektrobändern sichern. Dazu werden an den Zaunpfählen Abstandisolatoren angebracht, durch die man die Litzen führt. Bringen Sie die Litzen auf Höhe der Querlatten an.

Vorteil: Ist die unterste Querlatte zu hoch, können Sie mit der Litze den unteren Bereich des Zauns zusätzlich sichern.

Check 5: Isolatoren und Verbinder

Die Isolatoren müssen fest mit dem kompletten Gewinde im Pfosten stecken. Sie haben die wichtige Aufgabe, die Spannung auf den Litzen zu halten. Beschädigte Isolatoren gehören deshalb ausgetauscht.

Werden Litzen zusammengeknotet oder um Isolatoren gewickelt, können die stromleitenden Drähte brechen und den Strom nicht mehr optimal weiterleiten. Für eine sichere Verknüpfung sorgen Verbinder, die zur Breite der Litze passen.

Check 6: Tor

Beim Elektrozaun kann das Tor eine Schwachstelle bilden. Wird der Torgriff nicht in den Isolator eingehängt, sondern auf dem Metall dahinter, geht Spannung verloren. Ist die Nachbarkoppel an den gleichen Stromkreis angeschlossen, muss das Tor wieder ordentlich geschlossen werden.

Check 7: Videoüberwachung

Gut sichtbare, aber möglichst nicht erreichbare Kameras rund um die Koppel haben in erster Linie eine abschreckende Wirkung. Sie können davor schützen, dass sich fremde Personen auf das Gelände wagen.

Wer regelmäßig aus der Ferne kontrollieren möchte, was auf der Weide vor sich geht, kann wetter- und staubunempfindliche und gegebenenfalls nachtsichtfähige Kameras installieren, die Bilder per WLAN an den Computer oder ein mobiles Gerät übertragen.

Aber aufpassen: Benachbarte Grundstücke und öffentliche Wege dürfen nicht gefilmt werden.

Check 8: Zaunprüfer

Diese kleinen, mobilen Geräte zeigen die Spannung des Elektrozauns an. So können Sie feststellen, ob der Strom richtig fließt. Prüfen Sie jede Litzenreihe an mehreren Stellen des Zauns. Praktisch: Manche Modelle können analysieren, woher der Spannungsverlust kommt.

Check 9: Weidetor mit Schloss

Tore können abgeschlossen und/oder unter Strom gesetzt werden, damit fremde Personen das Tor nicht übersteigen oder öffnen können. Am sichersten sind Metalltore, die mit Kette und einem stabilen Vorhängeschloss verschlossen werden.

Check 10: Lichtanlage

Wer die Möglichkeit hat, kann Scheinwerfer installieren, die aktiviert werden, wenn ein Bewegungsmelder ausgelöst wird.

Wird das Gelände plötzlich hell ausgeleuchtet, kann das auf Eindringlinge abschreckend wirken.

Check 11: Alarm-Melder bei Spannungsverlust

Am Elektrozaun können Sie Systeme installieren, die bei Spannungsverlust Alarm schlagen. Es gibt preisgünstige Geräte, die optische und/oder akustische Warnsignale abgeben.

Doch nicht immer ist jemand in der Nähe der Koppel, der den Alarm bemerkt. Mehr Funktionen und damit mehr Kontrollmöglichkeiten bieten Systeme, die über Funk alarmieren. Dann landet die Warnung direkt auf dem Handy.

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