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Outdoor-Decken im Test

Outdoor-Decken im Test Was halten diese Outdoor-Decken aus?

Reißfest, wasserdicht und atmungsaktiv müssen Outdoordecken sein. Wir haben sechs Modelle bekannter Hersteller im Labor auf Herz und Nieren geprüft.

Sie kommen auf die Koppel und oh Schreck: In der Decke Ihres Pferds klafft ein großer Riss. Kommt Ihnen diese Szene bekannt vor? Dann ist unser Test genau das Richtige für Sie. Wir haben sechs Outdoordecken für Regen und Winter auf Reißfestigkeit geprüft und dabei sowohl das Obermaterial als auch Schnallen und Gurte im Labor einem Zugtest unterzogen. Die Modelle und Ergebnisse im Überblick sehen Sie in unserer Bildergalerie. 

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6 Outdoor-Decken für Pferde im Test
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Was ist eine Outdoor-Decke?

Unter einer Outdoordecke für Pferde versteht man eine atmungsaktive, wasserdichte und möglichst reißfeste Decke zum Schutz vor Regen, Wind und Kälte. Wenn das Pferd einen Decke draußen auf Koppel oder Paddock tragen soll, darf sie kein Wasser durchlassen, denn ein Regenschauer ist immer möglich und die Decke würde sich dann mit Wasser vollsaugen. Da Pferde sich auf der Weide bewegen und möglicherweise sogar herumtoben, ist eine gute Atmungsaktivität entscheidend, falls das Pferd schwitzt. Und zu guter Letzt sind Pferde meist mit Weidekumpels draußen. Deren Zähnen müssen Outdoordecken anders als Abschwitz- oder Stalldecken standhalten.

Ab wann braucht mein Pferd eine Outdoordecke?

Gehen Sie nicht von Ihrem eigenen Temperaturempfinden aus. Decken Sie nicht bei zu warmen Außentemperaturen ein. "Für die meisten Pferde (außer sie sind geschoren und 24 Stunden am Tag draußen) sollte das Eindecken nicht in Betracht gezogen werden, bevor die Temperaturen nachts gegen fünf bis zehn Grad plus sinken", sagt Experte Dr. David Marlin. Sind sie an Kälte gewöhnt und haben einen Wetterschutz zur Verfügung, kommen die meisten erwachsenen Pferde sogar mit Temperaturen bis etwa minus 15 Grad ohne Decke zurecht. Bei kaltem, rauem Wetter sollten sehr junge und sehr alte Pferde eingedeckt werden, genauso extrem magere bis dünne Pferde mit einem Body Condition Score von drei oder weniger. Diesen können Sie anhand typischer Fettspeicher selbst beurteilen. Bei einem Score von drei hat das Pferd etwas Fett auf Rippen, Dornfortsätzen und Schweifansatz. Die Hüfthöcker sind angerundet, stehen aber vor. An Widerrist, Schulter und Hals sind die Konturen deutlich zu erkennen. Bei Score 2 und 1 hat das Pferd noch weniger Fett am Körper.

Komplett geschorene Pferde sind im Winter auf eine Decke angewiesen. Ausnahme: der sogenannte Streifen- oder Rallye-Schnitt. Die Schur verläuft in einem circa zehn Zentimeter breiten Streifen seitlich über Hals und Bauch bis zur Hinterhand, also dort, wo Pferde besonders stark schwitzen. Damit benötigt das Pferd im Normalfall keine Decke. Wind und Regen lassen Pferde schneller frieren. Nässe kann die isolierende Wirkung des Fells schmälern. Sorgen Sie bei Regen im Winter daher für Wetterschutz (Unterstand, Bäume) oder decken Sie das Pferd ein. Schnee ist dagegen meist unproblematisch, da er normalerweise ohne zu schmelzen auf dem Fell liegen bleibt und dadurch sogar für zusätzliche Isolation sorgen kann.

So wasserdicht, atmungsaktiv und reißfest sind Outdoordecken

Sechs unterschiedliche Outdoordecken bekannter Marken wie Busse, Horseware, Equithème, Felix Bühler, Bucas und Eskadron sendeten wir dazu ins Labor des Prüf- und Forschungsinstituts Pirmasens e. V. (PFI). Insgesamt schnitten die Decken im Test ordentlich ab.

Dennoch gab es große Unterschiede: Die robusteste Decke im Test war in etwa doppelt so reißfest wie das schwächste Modell. Und in puncto Wasserdichte fanden wir einen echten Ausreißer – das von uns getestete Exemplar dürfte nach europäischer Norm gar nicht als wasserdicht bezeichnet werden. Das veranlasste den Hersteller, selbst nachzutesten und die betroffene Modellreihe aus dem Handel zu nehmen.

Grenzwerte wie für die Wasserdichte gibt es nicht für jedes unserer Testkriterien. Für Reißfestigkeit und Atmungsaktivität etwa sind bei Pferdedecken keine Werte vorgeschrieben. Umso interessanter ist es zu sehen, wie gut die Qualität wirklich ist.

Diese Decke bietet die beste Reißfestigkeit

Zu den Kriterien gehörte, wie viel Widerstand das Obermaterial der Decken gegen ein Weiterreißen einer bereits vorhandenen Beschädigung bietet. Das PFI führte hier einen sogenannten Weiterreißtest für uns durch. "Dazu werden Probestücke in Form einer Hose mit zwei Schenkeln aus dem Stoff ausgestanzt", erklärt Diplom-Ingenieur Kai Tinschert, der die Prüfungen im Labor leitete. "Diese Schenkel werden oben und unten in eine Zugmaschine eingespannt. Dann wird getestet, wie viel Kraft man benötigt, um den Stoff weiter einzureißen." Dies wird längs und quer zur Stoffstruktur geprüft.

Am stabilsten war das Obermaterial bei der Decke "Beta Turnout" von Eskadron (ein Modell aus der gleichen Serie finden Sie hier) . Hier musste die Maschine 356,7 Newton in Längs- und 452 Newton in Querrichtung aufbringen, um den Stoff weiterzureißen. Umgerechnet sind das etwa 36 bzw. 46 Kilogramm, die an der Decke ziehen müssten. Am leichtesten riss die "Rambo Original Turnout" von Horseware. In Längsrichtung waren umgerechnet rund 28 Kilo nötig, in Querrichtung rund 19 Kilo.

Was bedeutet Denier bei Decken?

Solche Zugkräfte kann ein Weidekumpel relativ leicht aufbringen. Allerdings wurde im Labor die Weiterreißfähigkeit geprüft und nicht, welche Kraft nötig ist, um überhaupt erst mal einen Riss in die Decke zu bekommen. Hier dürfte der Kraftaufwand höher sein. Ganz so leicht, wie man bei den Werten denken könnte, bekommen Pferde also kein Loch in die Decken.

Entscheidend für die Reißfestigkeit ist unter anderem die Webtechnik: Das stabilste Modell von Eskadron besteht im Obergewebe aus Polyesterfaser und ist in einer sogenannten Panamabindung gewebt. Dazu werden alle Fäden im Gewebe doppelt gelegt. Häufig verwendet wird für Regendecken auch die Ripstop-Technik. Dabei werden in regelmäßigen Abständen dickere Fäden eingewebt. Dadurch entsteht eine mehr oder weniger sichtbare Kästchenstruktur des Stoffs. Diese Webung soll die Reißfestigkeit erhöhen. In unserem Test lagen die Modelle aus Ripstop-Polyester in Sachen Reißfestigkeit allerdings eher auf den hinteren Rängen. Der Grund könnte sein, dass diese beiden Decken etwas geringere Denier-Zahlen aufwiesen. Die Denier- Zahl gibt das Gewicht pro Fadenlänge und damit die Dicke der Fäden an (1 Denier = 1 Gramm pro 9000 Meter). Neben der Webtechnik ist sie also ein entscheidender Faktor in Sachen Reißfestigkeit. Sie entscheidet außerdem mit über das Gesamtgewicht der Decke.

Auch das Material ist entscheidend

Außerdem spielt das verwendete Material eine wichtige Rolle. Besonders stark und dabei relativ leicht ist ballistisches Nylon. "Es hat das beste Verhältnis von Stärke und Gewicht", sagt Ulf Casselbrant von Bucas. Tatsächlich landete die Decke "Atlantic Turnout" (das aktuelle Modell können Sie hier kaufen) aus ballistischem Nylon von Bucas bei der Reißfestigkeit des Obermaterials im Test gemeinsam mit dem Modell von Felix Bühler auf dem zweiten Platz. Die ebenfalls aus ballistischem Nylon hergestellte Decke von Horseware war dagegen von allen Modellen im Test am wenigsten reißfest. Das könnte daran liegen, dass sie mit 1000 Denier auch die geringste Fadenstärke im Test hatte.

Käufer sollten daher auf die Denier-Zahl achten, auch wenn sie nicht alleine ausschlaggebend ist. Außerdem lohnt es sich abzuwägen, was Ihnen wichtiger ist: eine sehr hohe Reißfestigkeit oder ein leichteres Gewicht und damit eine gute Händelbarkeit der Decke. Steht Letzteres für Sie im Vordergrund, kann auch eine geringere Denier-Zahl ausreichen.

Schwachstellen an Gurten und Schnallen sind Nähte

An Gurten und Schnallen können gewiefte Deckenzerstörer beim Spielen auf dem Paddock besonders gut zupacken. Darum zogen auch wir im Labor kräftig daran und testeten, welchen Kräften sie standhielten. "Dazu werden die Gurte mit geschlossenen Verschlüssen und mit den am Stoff angenähten Enden in eine Zugprüfmaschine eingespannt", erklärt Kai Tinschert. "Das schwächste Glied war hier meistens die Naht am Ende des Gurtbands."

Die Nähte rissen bei Zugkräften zwischen 604 und 3440 Newton, umgerechnet also zwischen rund 61 und 350 Kilogramm. Gaben die Nähte am Gurtband nicht nach, brachen bei ähnlichen Zugkräften Karabiner, Ringe oder Schnellverschlüsse. Die Schnellverschlüsse aus Metall zum Einhaken, wie sie sehr häufig an Bauchgurten zu finden sind, verbogen sich im Zugtest bei hohen Kräften zudem oft. Insgesamt hielten die Gurte und Schnallen deutlich höheren Zugwerten stand als das Obermaterial. Das ist gut so, denn im Gegensatz zum Weiterreißtest sind die Bedingungen beim Ausreißtest der Verschlüsse genauso wie auf der Weide.

Die schlechtesten Einzelwerte bei Gurten und Verschlüssen lieferte in unserem Test die Decke von Horseware. Die am schnellsten gerissene Naht im Test (62 kg) befand sich an einem Bauchgurt der Horseware-Decke. Außerdem riss das Gummiband unterm Schweif bei 604 Newton bzw. rund 62 Kilogramm.

Da die übrigen Gurte und Verschlüsse der Decke allerdings recht stabil waren, landete die Decke von Horseware im Durchschnitt noch auf dem dritten Platz in puncto Stabilität der Verschlüsse.

Spitzenreiter war hier die Decke "Atlantic Turnout" von Bucas, deren Gurte im Schnitt 2420 Newton bzw. rund 247 Kilo standhielten (das aktuelle Modell gibt es hier). Das Schlusslicht bildete die Decke von Felix Bühler mit im Schnitt 1310 Newton bzw. 133 Kilogramm.

Atmungsaktivität im Vergleich: diese Decken schnitten am besten ab

So entscheidend die Strapazierfähigkeit von Pferdedecken ist: Ohne gute Atmungsaktivität bieten sie keinen Komfort fürs Pferd. Feuchtigkeit muss vom Körper weggeleitet und nach außen abgegeben werden, damit kein Tropenklima unter der Decke entsteht. Besonders gut schnitten hier zwei Modelle ab: Die "Beta Turnout" von Eskadron wies eine überdurchschnittlich gute Wasserdampfaufnahme auf (ein aktuelles Modell von Eskadron finden Sie hier). Die "Professional Winter II" von Busse hatte gleichmäßig gute Werte bei Wasserdampfaufnahme und Wasserdampfdurchlässigkeit – ein aktuelles Nachfolger-Outdoormodell von Busse ist die Decke "Astana Winter". Beide Kriterien sind wichtig für ein trockenes Pferd.

Für den Test der Wasserdampfaufnahme spannten die Profis die Stoffproben im Labor acht Stunden lang über ein mit definierter Wassermenge gefülltes und in sich geschlossenes System, sodass die Probe während der gesamten Prüfung nicht in Kontakt mit Wasser war. Davor und danach wurden die Proben gewogen. So konnten die Labormitarbeiter feststellen, wie viel Wasserdampf die Probe jeweils aufnahm. Um die Wasserdampfdurchlässigkeit zu prüfen, wurden die Proben über einen Behälter mit Trockenmaterial gespannt und über den Prüfzeitraum unter Bewegung im Normalklima belüftet. Dann wurde der Behälter samt Trockenmaterial und Materialprobe gewogen: Anhand der Gewichtsänderung wurde die Durchlässigkeit für Wasserdampf festgestellt.

Eine gute Atmungsaktivität zu erreichen, ist für Hersteller ganz schön kniffelig. Die Herausforderung ist laut Andree Baumgartner von Eskadron, die bestmögliche Kombination von Wasserdichtigkeit, Feuchtigkeitstransport, Atmungsaktivität und Scheuerschutz zu finden. So sei etwa Fleecefutter zwar sehr leitfähig, könne aber in der Bewegung scheuern. "Optimal für gefütterte Decken sind glatte, aber atmungsaktive Linings, die auf dem Fell nicht scheuern und zügig die Feuchtigkeit in die Füllung und dann ans Obermaterial weiterleiten", erklärt Baumgartner.

Wie stark eine Decke gefüttert ist, sehen Sie an der Angabe zum Gewichts des Futters (100g, 200g, 300g etc.). Je schwerer das Futter, desto dicker und wärmer ist die Decke. Im Winter bei kalten Temperaturen wählen Sie also eine höhere Zahl als im Herbst oder Frühjahr. Welche Decke die richtige für Ihr Pferd ist, hängt dabei auch von individuellen Faktoren wie Futterzustand, Rasse oder Alter ab.

Die Decken schützen gut gegen Regen – mit einer Ausnahme

Gute Atmungsaktivität nützt nichts, wenn die Decke bei Regen nicht dicht hält. Die gute Nachricht: Fast alle Decken hielten im Test sehr hohem Wasserdruck stand. Nachgewiesen wurden Wassersäulen zwischen mindestens 3570 und mindestens 6630 mm. Danach drang in der Prüfeinrichtung aus technischen Gründen Wasser am Stoff vorbei, nicht aber hindurch. Damit waren fast alle Decken sehr dicht. Zum Vergleich: Eine Wassersäule von 2000 mm reicht laut Norm aus, damit handelsübliche Zeltböden als wasserdicht bezeichnet werden dürfen.

Lediglich unser Testexemplar der Decke "Highneck Detroit" von Felix Bühler konnte die Anforderungen an wasserdichte Textilien nicht erfüllen. Schon bei einer Wassersäule von 451 mm drang der erste Tropfen durch. Angegeben hatte Krämer eine Wassersäule von 5000 mm. Das Ergebnis veranlasste Krämer, selbst weitere Tests durchzuführen. Resultat: Die Wasserdichtigkeit beim Deckenmodell Detroit mit 50-Gramm-Wattierung war tatsächlich unzureichend. "Wir haben daraufhin die Decke umgehend aus dem Verkauf genommen", erklärt Geschäftsführer Christopher Schmeckenbecher. "Bei allen anderen Wattierungen dieser Decke, die wir ebenfalls getestet haben, ist die Wasserdichtigkeit gegeben." Künftig will Krämer nicht nur die Musterdecken im Labor und im Praxistest prüfen, sondern auch die finale Produktion zusätzlich testen. Damit reagiert das Unternehmen vorbildlich auf den CAVALLO-Test.

Alle Details zu den Testergebnissen finden Sie in unserer Bildergalerie. Werfen Sie einen Blick darauf und finden heraus, welche Decke in welcher Kategorie besonders gut abgeschnitten hat und die richtige für Ihr Pferd ist.

So testete CAVALLO im Labor

CAVALLO hat die Decken zum Test ins Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e. V. geschickt. Dort wurden die Decken im Labor geprüft.

Wie Wasserundurchlässigkeit getestet wird, legt die Norm DIN EN 20811 fest. Geprüft wird, wie hoch der Wasserdruck sein darf, ohne dass Feuchtigkeit durchdringt. Die Maßeinheit ist die Wassersäule. Je höher sie ist, desto dichter der Stoff.

Außerdem wurden die Faktoren Wasserdampfdurchlässigkeit, Wasserdampfaufnahme und Luftdurchlässigkeit geprüft. Sie sind wichtig für den Austausch von Wasserdampf und Luft und somit für das Klima unter der Decke.

In einer Zugprüfmaschine wurde außerdem getestet, wie robust Obermaterial und Gurte sind.

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Lisa Rädlein
CAVALLO Outdoordecken im Test

Reißfestigkeit

Entscheidend für die Reißfestigkeit von Outdoordecken sind zum Beispiel das verwendete Garn, die Art der Webung und die Bindung der Fäden aneinander. Als Käufer können Sie einen Blick auf die Denier-Zahl werfen. Sie zeigt, wie stark die verwendeten Fäden im Gewebe sind. Je höher die Zahl, desto dicker das Garn. Das ist ein Anhaltspunkt für die Reißfestigkeit der Decke, aber nicht immer ausschlaggebend. Sollte eine Decke mal doch nicht halten, reparieren Sie Risse und Löcher in Outdoordecken mit Klebeflicken aus dem Outdoorhandel, größere Löcher mit Zeltflicken und Zeltkleber für Nylon- oder Polyestergewebe. Auch Deckenhersteller bieten Reparatursets an. Kleben Sie die Flicken auf die Innenseite des Außenmaterials zwischen Oberstoff und Futter.

Wasserdichte

Ob kurzer Schauer oder Starkregen: Outdoordecken sollen Pferde zuverlässig trocken halten. Die wichtigste Maßeinheit für die Wasserdichte ist die Wassersäule. "Stellen Sie sich eine Röhre vor, unter der ein Stück Stoff liegt", erklärt Kai Tinschert vom PFI. "Fülle ich die Röhre mit Wasser, drückt dieses ab einer bestimmten Höhe durchs Gewebe. Je höher die Wassersäule, desto dichter ist der Stoff." Nach europäischer Norm dürfen Obermaterialien als wasserdicht bezeichnet werden, wenn eine Wassersäule von 1300 mm pro m2/24 h erreicht wird. Viele Deckenhersteller machen aber keine genaueren Angaben zur Wassersäule. Achten Sie beim Kauf auch auf verschweißte oder abgedichtete Nähte und eine regelmäßige Stoffstruktur ohne Webfehler.

Atmungsaktiv

Damit das Pferd unter der Decke trocken bleibt, muss das Material Schweiß aufnehmen und die Feuchtigkeit gut nach außen leiten können. Entscheidend sind Obermaterial und Futter. Achten Sie beim Kauf auf atmungsaktiv ausgerüstete Materialien. Wichtig ist laut Andree Baumgartner von Eskadron auch, dass keine zu große Schweißmenge zu schnell an das Obermaterial weitergeleitet wird, damit kein Feuchtigkeitsstau entsteht. Hochwertiges Füllmaterial diene als Puffer zwischen Obermaterial und Futterstoff. Um die atmungsaktiven Eigenschaften von Futter und Futterstoff zu erhalten, sollten Sie keine flüssigen Imprägniermittel verwenden. Ein Spray für das Obermaterial ist besser geeignet.

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