Outdoor-Decken im Test

So testete CAVALLO im Labor

Foto: Lisa Rädlein

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Welche Kriterien haben wir bei unserem Test der Outdoor-Decken angelegt? Hier erfahren Sie es.

CAVALLO hat die Decken zum Test ins Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e. V. geschickt. Dort wurden die Decken im Labor geprüft.

Wie Wasserundurchlässigkeit getestet wird, legt die Norm DIN EN 20811 fest. Geprüft wird, wie hoch der Wasserdruck sein darf, ohne dass Feuchtigkeit durchdringt. Die Maßeinheit ist die Wassersäule. Je höher sie ist, desto dichter der Stoff.

Außerdem wurden die Faktoren Wasserdampfdurchlässigkeit, Wasserdampfaufnahme und Luftdurchlässigkeit geprüft. Sie sind wichtig für den Austausch von Wasserdampf und Luft und somit für das Klima unter der Decke.

In einer Zugprüfmaschine wurde außerdem getestet, wie robust Obermaterial und Gurte sind.

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Reißfestigkeit

Entscheidend für die Reißfestigkeit von Outdoordecken sind zum Beispiel das verwendete Garn, die Art der Webung und die Bindung der Fäden aneinander. Als Käufer können Sie einen Blick auf die Denier-Zahl werfen. Sie zeigt, wie stark die verwendeten Fäden im Gewebe sind. Je höher die Zahl, desto dicker das Garn. Das ist ein Anhaltspunkt für die Reißfestigkeit der Decke, aber nicht immer ausschlaggebend. Sollte eine Decke mal doch nicht halten, reparieren Sie Risse und Löcher in Outdoordecken mit Klebeflicken aus dem Outdoorhandel, größere Löcher mit Zeltflicken und Zeltkleber für Nylon- oder Polyestergewebe. Auch Deckenhersteller bieten Reparatursets an. Kleben Sie die Flicken auf die Innenseite des Außenmaterials zwischen Oberstoff und Futter.

Wasserdichte

Ob kurzer Schauer oder Starkregen: Outdoordecken sollen Pferde zuverlässig trocken halten. Die wichtigste Maßeinheit für die Wasserdichte ist die Wassersäule. „Stellen Sie sich eine Röhre vor, unter der ein Stück Stoff liegt“, erklärt Kai Tinschert vom PFI. „Fülle ich die Röhre mit Wasser, drückt dieses ab einer bestimmten Höhe durchs Gewebe. Je höher die Wassersäule, desto dichter ist der Stoff.“ Nach europäischer Norm dürfen Obermaterialien als wasserdicht bezeichnet werden, wenn eine Wassersäule von 1300 mm pro m2/24 h erreicht wird. Viele Deckenhersteller machen aber keine genaueren Angaben zur Wassersäule. Achten Sie beim Kauf auch auf verschweißte oder abgedichtete Nähte und eine regelmäßige Stoffstruktur ohne Webfehler.

Atmungsaktiv

Damit das Pferd unter der Decke trocken bleibt, muss das Material Schweiß aufnehmen und die Feuchtigkeit gut nach außen leiten können. Entscheidend sind Obermaterial und Futter. Achten Sie beim Kauf auf atmungsaktiv ausgerüstete Materialien. Wichtig ist laut Andree Baumgartner von Eskadron auch, dass keine zu große Schweißmenge zu schnell an das Obermaterial weitergeleitet wird, damit kein Feuchtigkeitsstau entsteht. Hochwertiges Füllmaterial diene als Puffer zwischen Obermaterial und Futterstoff. Um die atmungsaktiven Eigenschaften von Futter und Futterstoff zu erhalten, sollten Sie keine flüssigen Imprägniermittel verwenden. Ein Spray für das Obermaterial ist besser geeignet.

24.10.2018
Autor: Natalie Steinmann
© CAVALLO
Ausgabe 10/2018