Deutsches Dressur-Team feiert Nations-Cup-Sieg in Hagen

Deutschland setzt Ausrufezeichen vor der WM
Deutsches Dressur-Team feiert Nations-Cup-Sieg

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.07.2026
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Das deutsche Team in Hagen Klaus Roeser (Equipechef), Isabell Werth, Raphael Netz, Semmieke Rothenberger und Frederic Wandres mit Schärpe
Foto: Lafrentz

Elf Jahre nach der ersten Austragung eines Dressur-Nationenpreises in Hagen dominierte Deutschland den Wettbewerb erneut. Mit 230,834 Punkten setzte sich das Team klar gegen Spanien (212,892) und die USA (210,957) durch. Gleichzeitig untermauerten mehrere Reiter ihre Ambitionen auf einen Startplatz bei den FEI Dressage World Championships Aachen 2026.

Isabell Werth glänzt mit Wendy de Fontaine

Den stärksten Auftritt des Tages zeigte Isabell Werth. Gemeinsam mit Wendy de Fontaine erhielt die neunfache Weltmeisterin 81,051 Prozent und gewann damit die Einzelwertung souverän. Besonders die Piaffe-Passage-Tour sowie die Harmonie zwischen Reiterin und Pferd überzeugten die Richter, die zahlreiche Noten von neun und zehn vergaben.

Hinter Werth reihten sich ihre Teamkollegen Frederic Wandres mit Bluetooth OLD (76,087 Prozent) und Raphael Netz mit Great Escape Camelot (73,696 Prozent) auf den Plätzen zwei und drei ein. Damit gelang Deutschland sogar ein Dreifacherfolg in der Einzelwertung.

Junge Talente sammeln wichtige Punkte

Komplettiert wurde das deutsche Team von Semmieke Rothenberger, die mit Farrington ihren zweiten Nationenpreis bestritt. Ein Fehler in den Einerwechseln kostete wertvolle Punkte, dennoch zeigte das Paar eine insgesamt überzeugende Vorstellung und belegte Rang fünf.

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Für Rothenberger und Netz war der Wettbewerb zugleich eine Rückkehr an einen besonderen Ort: Bereits bei den U25-Europameisterschaften 2021 ritten beide in Hagen gemeinsam für Deutschland zu Gold.

Wichtiger Fingerzeig im WM-Jahr

Der Nationenpreis war für viele Reiter einer der letzten großen Formtests vor der Nominierung für die Weltmeisterschaften in Aachen. Entsprechend groß war die Bedeutung des Wettbewerbs für das deutsche Team.

Vor allem Frederic Wandres präsentierte sich mit seinem langjährigen Sportpartner Bluetooth OLD erneut als verlässliche Größe. Lediglich ein kleiner Fehler in den Zweierwechseln verhinderte ein noch höheres Ergebnis.

Deutschland baut Führung im Nations Cup aus

Mit dem Erfolg sicherte sich Deutschland nicht nur den Tagessieg, sondern baute seine Führung in der Gesamtwertung des FEI Dressage Nations Cup™ uneinholbar aus. Das Finale der Serie findet vom 8. bis 12. Juli im schwedischen Falsterbo statt.

Spanien durfte sich derweil über Rang zwei freuen. Das Team verwies die USA auf Platz drei und sorgte damit für eines der besten Ergebnisse der vergangenen Jahre.